Giro D'Italia 2008
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Ärztliche Empfehlung - vom Almhof Call getestet. |
Heilpflanze des Monats
Melisse für die innere Ruhe
Sie war die Lieblingspflanze von Paracelsus, dem bekannten Arzt und Naturforscher des späten Mittelalters. Kein Wunder: Im Zeitalter der Klostergärten war die Melisse das Paradebeispiel für ein wirksames und gleichzeitig verträgliches pflanzliches Heilmittel. Und das Ansehen der Heilpflanze hat im Laufe der Jahrhunderte eher noch zugenommen. Die Melisse – ein ziemlich unscheinbares Pflänzchen, aber ein geschätztes Beruhigungsmittel. Fot Sertürner Dass die Melisse Heilkraft besitzt, war schon lange vor Paracelsus bekannt – nämlich bereits 300 v. Chr. Zu jener Zeit wurden Zubereitungen aus Melisse-Blättern als Mittel gegen Insektenstiche, Entzündungen, Durchfall, Verstopfung, Zahnschmerzen und Wurmbefall eingesetzt. Im Mittelalter erweiterte sich das Anwendungsspektrum der Heilpflanze auf Sodbrennen, Muskelschwäche, Herzkrankheiten und Angstvorstellungen. Inzwischen hat die moderne Medizin einige der traditionellen Anwendungsgebiete der Melisse bestätigt. Wissenschaftlich gesichert ist, dass die oberirdischen Teile der Heilpflanze beruhigende und krampflösende Eigenschaften besitzen. Besonders gut lassen sich diese Eigenschaften für nicht organisch bedingte Magen-Darm-Beschwerden und bei nervösen Einschlafstörungen nutzen. Die ätherischen Öle von Melisse haben beruhigende Wirkung Verantwortlich für die Heilkraft der Melisse sind nicht weniger als 250 Inhaltsstoffe, von denen die ätherischen Öle eindeutig die größte Bedeutung haben. Heutzutage weiß man, dass das ätherische Öl der Melisse mit seinen Hauptkomponenten Citronellal, Neral und Geranial im Wesentlichen für die beruhigende und entkrampfende Wirkung der Heilpflanze verantwortlich ist. Daneben sind auch antibiotische und virushemmende Effekte der Melisse beschrieben. Besonderer Pluspunkt der aromatisch duftenden Heilpflanze: Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Am bekanntesten ist die Zubereitung der pflanzlichen Droge als Tee, wobei ein Melissentee aus frischen Blättern deutlich besser schmeckt als einer aus getrockneten. Wichtig zu wissen: ,,Brauen" Sie den Tee relativ stark, denn nur so erreichen Sie den gewünschten beruhigenden Effekt. Unser Tipp: 2 TL geschnittene Melisse-Blätter (etwa 1,5 bis 4,5 Gramm) mit einer Tasse kochenden Wassers übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und abends vor dem Einschlafen (bei Magen-Darm-Beschwerden) trinken. Empfehlenswert sind auch Kombinationen von Melissenblättern mit anderen Heilpflanzen. Wird die Melisse als Einschlafmittel eingesetzt, eignen sich die Kombinationen mit beruhigend wirkenden pflanzlichen Drogen, wie zum Beispiel Baldrian.
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